Fußball in Mailand – Inter oder AC

20. April 2011

Wie in vielen Städten mit zwei hochklassigen Fußballmannschaften herrscht auch zwischen den Mailänder Clubs eine hohe Rivalität. AC und Inter haben Mailand zur einzigen Stadt mit zwei Fußballvereinen, die die Champions League gewonnen haben, gekrönt. Beide Mannschaften haben in Ihrer jeweils mehr als hundertjährigen Geschichte fast ausschließlich erstklassig gespielt. Inter ist sogar die einzige Mannschaft Italiens, welche kein einziges Mal aus der Serie A in die 2. Liga abgestiegen ist. Juventus Turin konnte hier lange Zeit mithalten. Jedoch kam „der alten Dame“ Juve ein Zwangsabstieg aufgrund eines Bestechungsskandals dazwischen.
Die Rivalität der beiden Clubs wird noch dadurch verstärkt, dass man sich ein Stadion teilt. Seit jeher werden die Partien beider Vereine im Giuseppe-Meazza-Stadion (ehemals San Siro Stadion) im Mailänder Stadtteil San Siro ausgetragen. So begegnen sich die Mannschaften nebst ihrer Fans alleine im Ligabetrieb schon zweimal pro Saison. Hinzu kommen Matches aus den nationalen und internationalen Pokalwettbewerben. Das erste Mailänder Pflichtspiel-Derby konnte im übrigen der AC Milan 1909 mit 3:2 für sich entscheiden. Nach dem Spiel reichte Inter jedoch Beschwerde ein, dass ein AC Spieler im gleichen Jahr schon in der Schweiz gekickt hätte. Die Beschwerde wurde vom Verband abgewiesen.
Besondere Brisanz zieht die Rivalität auch aus der Entstehungsgeschichte der Vereine. AC wurde 1899 gegründet und gilt seitdem als der Edelclub Mailands. Im Jahr 1908 wurde Inter dann von ehemaligen AC-Spielern gegründet und ist seit dem eher der Club der Unterschicht. Eine derartige Unterscheidung ist heute eher hintergründig, jonglieren die Manager beider Clubs doch Jahr für Jahr mit hunderten von Millionen Euro.
Sollten Sie sich für einen Besuch eines Fußballspiels, egal ob von Inter oder AC, während Ihres Städteurlaub in Mailand entscheiden, seien Ihnen Plätze auf der Haupttribüne oder Gegentribüne etwas abseits der Fankurven empfohlen. Auf dem Rückweg zu Ihrer Ferienwohnung in Mailand können Sie dann noch einen Wein in einem kleinen Ristorante in der Altstadt einnehmen.

Monza

02. Dezember 2010

Monza ist einer der bekanntesten Orte der Lombardei, dem man auf seinem nächsten Urlaub in Italien durchaus einen Tagesausflug gönnen kann. Gerade von der Modemetropole Mailand aus ist der Ort schnell erreicht. Monza, das für den Opel Monza Namensgeber war, liegt ca. 25 Kilometer im Norden der norditalienischen Großstadt.
Die beiden Städte Monza und Mailand wurden 1840 mit der ersten Eisenbahnstrecke Italiens miteinander verbunden. Heutzutage sind die beiden Orte auch über eine Autobahn miteinander verbunden. Die Anreise aus Deutschland wird, wenn sie nicht per PKW erfolgt, über einen der Flughäfen Mailands erfolgen.
In Monza gibt es einige wenige Sehenswürdigkeiten, welche zu Besichtigungen einladen. Sehr bekannt ist der Dom des Ortes, in welchem die Krone der alten Könige der Lombardei aufbewahrt werden und der zu den ältesten Gotteshäusern Italiens gehört.
Außerdem sollte der Villa Reale ein Besuch abgestattet werden. Ein Stadtschloss im Stile des Klassizismus, welches Ende des 18. Jahrhunderts errichtet wurde. Direkt an das Schloss schließt sich der Stadtgarten von Monza an. Er ist fast 700 Hektar groß und hat damit mehr als die doppelte Fläche des Central Parks in New York.
Die meisten Besucher kommen jedoch an einem Wochenende im September nach Monza. Dann nämlich, wenn auf dem Autodromo Nazionale Monza, der Rennstrecke von Monza, um den „großen Preis von Italien“ gefahren wird. Dieser wird seit 1950 Jahr für Jahr ausgetragen. Es ist damit der einzige Grand Prix neben Silverstone, der seitdem regelmäßig durchgeführt wird. Nur einmal, im Jahr 1980, wurde der Grand Prix von Italien aufgrund von Streckenrenovierungen von Monza nach Imola verlegt. Das Rennen gilt als Heim-Grand-Prix des Rennstalls Ferrari und erfreut sich bei den Formel 1 Fans aufgrund des hohen Vollgasanteils besonderer Beliebtheit.
Wenn keine Rennen veranstaltet werden dürfen jedoch auch Hobby-Piloten ihre Runden auf der traditionsreichen Rennstrecke drehen.